Meilenstein der Traumfabrik
Von Birgit Heidsiek, dpa. Aktualisiert am 29.12.2009
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Als Avatar auf einem fremden Planeten: Jake (Sam Worthington) trifft auf die junge und schöne Ureinwohnerin Neytiri (Zoe Saldana), die ihn sofort fasziniert.
Foto: ©2009 20th Century Fox
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Trailer
Der Film
«Avatar - Aufbruch nach Pandora», Regie: James Cameron. Mit Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver. 150 Minuten.
Ab Donnerstag im Kino.
Präsentation in Berlin
Gebannt blicken die Wissenschaftler einer ausserirdischen Kolonie auf das schlanke Wesen, das der Retorte entsteigt. Dieser blauhäutige Avatar, eine gentechnische Kreuzung aus Mensch und Ureinwohner des Planeten Pandora, wird mental von einem an den Rollstuhl gefesselten Ex-Soldaten (Sam Worthington) gesteuert.
Doch mit schnellen Schritten entflieht das Hybridwesen in die Wildnis. Bei diesem flotten Spurt wirbelt es kleine Steinchen auf, die dem Zuschauer wie Hagelkörner ins Gesicht zu fliegen scheinen.
15 Jahre gewartet
Die Idee zu diesem ambitionierten Filmprojekt, für das ein Universum aus ausserirdischen Ureinwohnern, Tieren, Pflanzen und einer eigenen Sprache erschaffen wurde, hat der 3D-Pionier bereits vor 15 Jahren entwickelt. «Unsere Vorstellungen gingen weit über das hinaus, was damals technisch möglich war», erklärte Cameron kürzlich. «Wir wollten Figuren kreieren, die absolut lebensecht wirken.»
Aus diesem Grunde musste der Oscar-gekrönte Regisseur sein Vorhaben für knapp zehn Jahre auf Eis legen. Erst 2005 sah er durch ein neues Motion-Capture-System die Chance, seine Vision zu verwirklichen. Dieses Verfahren erlaubt es, mit einer kleinen Kamera, die an einem Spezialhelm befestigt ist, jede Mimik, Muskel- und sogar Augenbewegung der Schauspieler aufzunehmen. Mindestens 250 Millionen Dollar soll der Film gekostet haben, einzelne Quellen sprechen gar von 500 Millionen Dollar, was ein neuer Rekord in der Filmgeschichte bedeuten würde.
«Dies ist kein Animationsfilm, bei dem die Schauspieler den Figuren nur ihre Stimme geliehen haben», versicherte Cameron. «Jede einzelne Nuance und jedes Achselzucken, das wir auf der Leinwand sehen, haben die Schauspieler kreiert.»
Vom Feind zum Freund
Zur Mission des Militärexperten in der Avatar-Hülle gehört es, die Ureinwohner von Pandora auszuspionieren, weil sie den Menschen bei der Gewinnung wertvoller Rohstoffe im Wege sind. Doch als ihm die junge Häuptlingstochter (Zoë Saldana) das Leben rettet, beginnt er die Lebensweise des Naturvolkes zu respektieren. Er wird vom Stamm aufgenommen und kämpft mit ihm gegen seine eigene Armee.
Zu den grössten Herausforderungen bei der Produktion gehörte es, die Action-Szenen mit den realen Schauspielern in 3D aufzunehmen. Dafür entwickelte Cameron zusammen mit dem Unterwasserkamera- Spezialisten Vincent Pace ein digitales 3D-Kamerasystem, das erstmals 2003 bei seinem 3D-IMAX-Films «Die Geister der Titanic» zum Einsatz kam.
Genre-Mix
Mit seinem fulminanten Fantasy-Epos «Avatar» ist Cameron visuell und technisch ein Meisterwerk gelungen, das als Meilenstein in die Filmgeschichte eingehen dürfte. Dank der ausgeklügelten Technik wirken selbst die computergenerierten Charaktere derart menschlich, dass sie problemlos als Darsteller akzeptiert werden - allen voran Sigourney Weaver als Dr. Grace Augustine.
Emotional erreicht «Avatar» aufgrund der actionlastigen Story zwar nicht den Tiefgang von «Titanic», besticht dafür aber durch einen ungewöhnlichen Genre-Mix aus Sciencefiction, Fantasy und Indianer-Film mit der durchaus ernst zunehmenden Botschaft, dass der Ausbeutung der Natur Grenzen gesetzt werden müssen.
Avatar
| Regie: | James Cameron |
| Produktion: | USA, UK 2009; 162 min. |
| Genre: | Action, Adventure, Sci-fi |
| Erstaufführung: | 17.12.2009 |
| Darsteller: | Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Joel Moore |
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32 KOMMENTARE
Carmen Luthiger
Absolut sehenswert! Trotz Überlänge keine Sekunde langweilig! Unbedingt 3D Version schauen! Avatar ist für mich der beste Film seit langem!
thomas hitz
Kann mir jemand sagen, wie das ach so tolle 3D Kino für Brillenträger ist??
sufjan stevens
hirn ausschalten und den gerenderten regenwald geniessen. 3D ist ein absoluter witz. über die story braucht man kein wort zu verlieren.
Kati Geiger
Ein faszinierender Film der einem das Gefühl gibt in einer anderen Welt zu leben. Spannend, gute Effekte, schlichtweg ein must !
Thérèse Haefele
Ein absolutes Muss für jeden Sci-Fi-Fan. Die Effekte sind nicht zu übertreffen.
Stefan Jericka
Ein toller Film der durch die Specials-Effects in 3D perfekt daherkommt.
james blunt
grossartig gemacht, unterhaltsam, spannend, attraktiv - hätte nie gedacht, dass mich dieser film so fesseln könnte!!
Sheila Wolf
Ich sage nur ein Wort: sensationellfantastischspeziellwahnsinnigumwerfendsupergut!
Martin Derungs
Die Fantasiewelt ist toll und schön gemacht - der Inhalt des Films absoluter Scheiss ("Gewalt und Superhelden lösen alle Probleme, es kommt nur drauf an, wer die besseren Waffen hat"). Schade schade schade.
Johanna Schneider
Den Film fand ich fantastisch, die Aktionen und der 3D Effekt waren absolut genial. Leider gab es zu viel Kriegshandlungen, weniger und dafür mehr Aufnahmen vom Regenwald wäre meiner Meinung besser gewesen.
Astrid Kamper
Der Film ist in 3D einfach der Wahnsinn - man bekommt den Mund kaum zu vor lauter toller Effekte! Die Story ist nett und unterhaltsam, reisst einen aber nicht vom Hocker und zieht sich auch ziemlich zum Ende hin. Trotzdem ist der Film insgesamt gesehen so fantastisch, dass ich ihn sogar nochmal ansehen würde.
Manuela Molnar
Der Film war echt Klasse, er war so gut, dass ich ihn mir Heute Abend zum 3x ansehen werde. (Aus eigener Erfahrung: auch für Brillenträger geeignet, da die Brillen breit genug sind) Kurz gesagt...einfach der absolute Wahnsinn.....
Rene Dardel
Na ja... Wenn man keine grossen Ansprüche hat, kann man den Film halbwegs passabel finden, aber eben...
aen varga
ganz nett, zwar keine neue Story (Mischung aus Pocahontas & Braveheart...), aber gut gemacht & irgendwie stimmig.
Esther Bormann
Wunderschöne Bilder und tolle Effekte. Auf den Krieg hätte ich allerdings verzichten können.
Sandra Martinelli
Gut, die 3D-Brillen sind ein wenig schwer und am Anfang dachte ich, es werde mir schlecht, ein wenig das Gefühl wie auf einer Achterbahn. Aber der Film ist super gemacht! Wenn man ihn mit früheren animierten Filmen vergleicht, ist er um Welten besser! Man könnte wirklich meinen, alles wäre real. Und die Story ist auch gut. So typisch Mensch... Erst macht er seinen eigenen Planeten kaputt und d
Patrick Koller
brilliant! screen design und special effects sind beindruckend. Insbesondere in 3D! So macht Kino wieder Spass. Plot ist allerdings nichts Neues und hollywoodish...Trotzdem sehenswert!
Micha Humm
Für einen Eindruck des 3D-Effektes hätten die Vorfilme gereicht. Avatar selber ist so voll von schwülstigem Pathos, Vorhersehbarkeit und endlos aufgebauschten inhaltslosen Szenen, dass ich trotz sehr geringen Erwartungen noch masslos enttäuscht wurde. Mit der schlechteste Film den ich je gesehen habe.
Rene Dardel
Es gibt wohl bessere Filme, bei denen man das Hirn auch im Kino gebrauchen muss.
nicole wyrsch
Kinoerlebnis garantiert. Typische David gegen Goliath Geschichte. War begeistert von den 3D-Effekten.
Waler Marti
Absolut gut gemacht und voller Effekte, den Film wuerde ich sofort wieder schauen gehen.


