Geben und Nehmen

Von Ane Hebeisen. Aktualisiert am 09.02.2012

Afro mit jazziger Noblesse: Das Raaga Trio aus Genf vollführt den Clash der Kulturen mit aufreizender Selbstverständlichkeit.

Das Raaga Trio ist in Wirklichkeit ein Quartett.

Das Raaga Trio ist in Wirklichkeit ein Quartett.
Bild: zvg


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La Spirale Freiburg Freitag, 10. Februar, 21 Uhr.

Er ist oft versucht worden, der Schulterschluss zwischen afrikanischer und westlicher Musik, und fast ebenso oft resultierte daraus eine Anbiederung an die eine oder die andere Welt. Und nun kommt dieses Raaga Trio aus Genf daher und zeigt auf, wie spielerisch leicht dieses kulturelle Zusammengehen doch zu bewerkstelligen ist.

Mit einem Bein in Mali

Doch vor dem grossen Lob: Augen auf bei der Namenswahl! Das Raaga Trio ist in Wirklichkeit ein Quartett. Der afrikanische Zweig besteht aus dem Malier Andra Kouyaté, der das Saiteninstrument N’Goni spielt und dem Perkussionisten Baba Konaté aus Burkina Faso. Aus der nördlichen Hemisphäre kommen der Gitarrist Andreas Fulgosi und der eigentliche Held des Ensembles, der Genfer Mundharmonikaspieler Guillaume Lagger. Er zeichnet für die jazzigen Auswüchse dieser fein wippenden, mit einem Bein im malischen Blues verwurzelten Musik verantwortlich.

Jedes Instrument wird mal für improvisierte Einzelvorstösse, mal für die rhythmische Basisarbeit eingesetzt, und es herrscht ein seelenruhiges, aber nie belangloses musikalisches Geben und Nehmen. Und in den ganz abenteuerlichen Momenten der famosen Debüt-CD «The Other Age», wird die Mundharmonika mit neckischen Dub-Effekten verziert. Neben der spektakulösen Ethio-Jazz-Combo Imperial Tiger Orchestra ist mit dem Raaga Trio eine weitere Genfer Band herangewachsen, die den Clash der Kulturen mit staunenswerter Noblesse und aufreizender Selbstverständlichkeit vollführt.

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